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Schulprogramm - Leitlinien und Ziele

3. Pädagogische Leitlinien und Ziele

3.1  Integration als erzieherisches Grundprinzip

 

Ausgehend vom eben skizzierten Bedingungsfeld der Schule ist seit Bestehen der GGS Bernberg die pädagogische Grundorientierung auf eine möglichst intensive Integration gerichtet. Oberste Priorität im erziehlichen Bereich hat die Intention, die Kinder mit unterschiedlicher ethnischer Herkunft, Sprache und Religion im gemeinsamen alltäglichen Leben, Lernen und Spielen zu Toleranz, Mitmenschlichkeit und gegenseitigem Respekt anzuleiten. Bei der Zusammensetzung der Klassen wird sorgfältig auf ein ausgewogenes Verhältnis von einheimischen Schülern, Kindern von spätausgesiedelten Familien und ausländischen Schülern geachtet. Die andersartigen familiären Lebenserfahrungen und kulturellen Traditionen werden im Unterricht aufgegriffen und thematisiert.

 

      Fortschreibung des Schulprogramms der GGS Bernberg

      (Schuljahr 2005/06)     vom 09.12.2005

→        Pädagogische Grundorientierung und Erziehungsauftrag

       In den pädagogischen Leitlinien und Zielen des Schulprogramms wird

       die  Integration als erzieherisches Grundprinzip an der GGS            

       Bernberg dargestellt.

       Seit der Schreibung des Programms 2000/2001 ist dieses Thema

       ein notwendiger Baustein in der jährlichen Arbeitsplanung.

       Im Rahmen der Integration wurden zwei Schwerpunkte gesetzt:

  • Sprachförderung
  • Förderkonzepte

 

      Die Aufnahme der Schulanfänger wird seit dem Schuljahr 2003/04

      mit einem vorbereiteten Sprachtest verbunden. Die Eltern werden

      über mögliche Förderungen durch Schule und Kindergarten informiert.  

      Bereits vor Eintritt in die Schule werden Sprachförderkurse in  

      Zusammenarbeit mit der Kreisvolkshochschule angeboten.

 

 3.2 Gemeinsinn entwickeln durch adäquates Sozialverhalten

 

Um gesellschaftlichen Tendenzen wie konkurrenz- und konsumorientiertem Denken und Verhalten entgegenzusteuern, wollen wir die Kinder zu mehr Gemeinschaftssinn führen, damit sie langfristig Verantwortungsbereitschaft und moralische Selbstbeständigkeit erlangen. In der Praxis wird dies umgesetzt durch die gemeinsame Erarbeitung klassenbezogener Verhaltensregeln, die formuliert, fixiert und deren Einhaltung von allen Beteiligten eingefordert und kontrolliert wird. Genauso wird die verbindliche Schulordnung als gemeinsamer Regelkodex aller Klassen und Schüler gesehen und als wichtige Orientierung akzeptiert. Das „Wir-Gefühl“ in der Klasse wird durch die Übernahme von verschiedenen Diensten für die Gemeinschaft eingeübt und als selbstverständlich erlebt. Die Verantwortlichkeit für den eigenen Klassenraum, die Lernmaterialien, für Ordnung und Sauberkeit der Arbeitsplätze wird den Kindern tägliche abverlangt. Helfersysteme in der Klasse sorgen für die Erfahrung der Mitverantwortung für Schwächere. Da die Einübung von Mündigkeit, Gemeinschaftssinn und Verantwortung ein langer systematischer Prozess ist, der verlässlich und kontinuierlich von der Klassenlehrerin als Bezugsperson geleitet und organisiert werden muss, ist an unserer Schule die Regelung getroffen worden, dass die Schüler mit ihrer Klassenlehrerin vom ersten bis vierten Schuljahr zusammenarbeiten und –leben.

 

3.3  Entwicklung von stabilem Arbeitsverhalten und

       angemessener Leistungsbereitschaft

 

Ausgehend von den Erfahrungen mit vielen Schülern, deren Arbeitsverhalten durch fehlende Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer bestimmt ist, wollen wir schrittweise in systematischem Vorgehen mit den Kindern ein Arbeitsverhalten aufbauen, das durch planvolles überlegtes Vorgehen, Eigenständigkeit und Durchhaltevermögen charakterisiert wird. Dies soll methodisch erreicht werden durch die Erarbeitung verbindlicher, von den Lehrplänen vorgegebener Grundfertigkeiten und Grundkenntnisse für alle Schüler. Gerade an unserer Schule hat der genannte Zielbereich einen zentralen Stellenwert. Der überwiegende Teil unserer Schülerklientel muss die Basisfertigkeiten und –fähigkeiten intensiv erarbeiten und sichern. Die Beherrschung von Grundwissen, die Anwendung von Grundkenntnissen, der sichere Umgang mit Basisfähigkeiten stellen die Grundlage dar für ein positives, motiviertes und kompetentes Arbeitsverhalten. Eine permanente stoffliche Überforderung führte bei unseren Schülern zu Demotivation und Misserfolgserfahrungen. Bei aller notwendigen und wünschenswerten didaktisch-methodischen Differenzierung des Unterrichts sind wir verpflichtet, mit unseren Schülern eine breite Basis von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erarbeiten, anzuwenden und zu vertiefen. Von dieser durch Lernerfolg und Bestätigung ausgehenden Ebene lässt sich allein eine stabile Arbeitshaltung und eine ausdauernde Lernbereitschaft entwickeln.

 

3.4  Erziehung zur Konfliktlösungsbereitschaft und

       gewaltfreiem Umgang

 

Besondere Schwerpunkte setzen wir zurzeit und für die kommenden Jahre im Bereich der Gewaltprävention, wobei die Erziehung zum gewaltfreien Umgang im Mittelpunkt steht. Dabei werden mit den Kindern Formen der Konfliktregelung im Schulalltag erprobt und Lösungsmodelle erarbeitet. Um eine möglichst entspannte und gewaltfreie Umgangsatmosphäre zu schaffen, wird eine Erziehung zu Höflichkeit und Wertebewusstsein sowie zur Einhaltung von Regeln und Absprachen angestrebt. Einig ist sich das Kollegium, dass eine konsequente Kontrolle von Gewalttätigkeiten unter Schülern durch eine schlichtende Intervention von Lehrerinnen und Lehrern ein wesentliches Element der Konfliktbewältigung darstellt.

 

      Fortschreibung des Schulprogramms der GGS Bernberg

      (Schuljahr 2005/06)           vom 09.12.2005

       Erziehung zur Konfliktlösungsbereitschaft und gewaltfreiem Umgang

  • in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde werden in den 1. und 3. Klassen kontinuierlich in jedem Jahr Projekttage zur Gewaltprävention durchgeführt
  • parallel dazu werden ein Elternabend und Kollegengespräche durchgeführt
  • in der Fortbildungsplanung des Schuljahres 2003/04 wurde eine Reihe zu diesem Thema als schulinterne Fortbildung unter der Leitung der Sonderschulpädagogin Frau Ziegler mit dem Ziel durchgeführt: Erziehung und Respekt aller Schülerinnen und Schüler, Entwicklung von stabilem Arbeitsverhalten, Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten
  • Förderkonzepte in unterschiedlichen Formen wurden für einzelne Schüler erarbeitet: verschiedene Schwerpunkte (lernspezifische je nach Förderbedarf im Bereich Sprache oder Mathematik und Verhaltensmuster zur besseren Integration)

 

3.5  Entwicklung von Selbstständigkeit, Kreativität und

       Phantasie

 

Der Entwicklungsstand unserer Schüler im Hinblick auf Selbstständigkeit, Kreativität und Phantasie ist äußerst different. Die meisten der Kinder von Spätaussiedlern haben keinen Kindergarten besucht, sie sind geprägt vom individuellen familiären Milieu. In vielen dieser Familien sind die Kinder den Umgang mit dem Fernsehen nicht gewohnt. Diesen Kindern, die bis zum Schuleintritt im Rahmen ihrer Familie Lebenswirklichkeit und zwischenmenschlichen Umgang erfahren haben, ist in Schule und Unterricht auf andere pädagogisch-methodische Weise zu begegnen als den Kindern einheimischer Familien, die schon sehr früh den Kindergarten besucht haben und für die der Gebrauch des Fernsehens zum selbstverständlichen Medium zur Wirklichkeitserfahrung gehört. Die Lehrerinnen reagieren auf diese soziofamiliären Bedingungen mit Impulsen und Angeboten, die den Kindern Gelegenheit geben, sich spontan und kreativ zu äußern. Im fächerübergreifenden Kontext stehen hier Sprache, Religion und künstlerisches Gestalten im Vordergrund. Durch die Betonung einer ganzheitlichen Erziehung, in der alle Sinne der Kinder angesprochen und aktiviert werden, versuchen wir die oben genannten Ziele zu erreichen.

 

3.6  Das Erleben von emotionaler Geborgenheit

 

Die Kinder, die in schwierigen familiären Verhältnissen aufwachsen, die die zu ihrer persönlichen Entwicklung notwendige Liebe, Geborgenheit und Verläßlichkeit nur unvollständig erfahren, haben unseren ganz besonderen Schutz und unsere Hilfe nötig. Deshalb achten wir darauf, dass diese Kinder vor allem Vertrauen zu Mitschülern und Lehrerinnen aufbauen, dass sie sich in ihrem Klassenraum, ihrer Schule menschlich angenommen und wohl fühlen. Die betroffenen Kinder werden, soweit vertretbar, vor unangemessenem Leistungsdruck und permanenten Misserfolgen bewahrt, die Lehrerinnen bemühen sich vielmehr, diesen Kindern möglichst vielfältige Erfolgserlebnisse auf persönlicher, schulischer und sozialer Ebene zu verschaffen.

Stand: 25.11.2011

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